447.000 Übernachtungen konnte die Dümmer-Region im vergangenen Jahr verzeichnen. Damit gehört der Dümmer zu den Top 10 der niedersächsischen Tourismusregionen. Gleichzeitig ist die Dümmer-Region wichtig für den Natur- und Artenschutz, aber auch für die Landwirtschaft und den Hochwasserschutz am Unterlauf der Hunte bis nach Oldenburg.
Zielkonflikte lassen sich dabei nicht ausschließen, weil die touristische Infrastruktur wachsen möchte, gleichzeitig aber auch die Sanierung des Sees zur Verbesserung der Wasserqualität weiter vorangetrieben werden muss. Auch die Landwirtschaft hat berechtigte Interessen, denn die Flächen für den Schilfpolder müssen bereitgestellt werden und die Schäden aus Vogelbefall kompensiert.
Es geht am Dümmer ohne Zweifel nur gemeinsam voran, wenn alle beteiligten Behörden, Grundstückseigentümer und Anlieger zusammenarbeiten und Kompromisse finden.
Von enormer Wichtigkeit ist in den nächsten Jahren der Bau des Schilfpolders, für den das Land Niedersachsen in den Landeshaushalten 2027 und 2028 entsprechende Mittel bereitstellen muss.
Zusammen mit meiner Kollegin Verena Kämmerling, der umweltpolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, habe ich Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Landesbehörden, des Landkreises Diepholz, des Hunte-Wasser-Verbandes und der Samtgemeinde Lemförde zum gemeinsamen Austausch über den aktuellen Stand der Dümmer-Sanierung eingeladen.
Ich habe aus dem Austausch mitgenommen, dass die vorbereitenden Planungen für den Schilfpolder so weit vorangeschritten sind, dass die Landesregierung nun die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen muss. Außerdem sehe ich die zwingende Notwendigkeit, dass sich die Landespolitik zukünftig konsequenter mit den drei großen niedersächsischen Seen Steinhuder Meer, Zwischenahner Meer und Dümmer Beschäftigen muss. Die Zielkonflikte zwischen Tourismus, Natur- und Artenschutz sowie Landwirtschaft sind an allen drei Seen vergleichbar. Deshalb setze ich mich mit meiner Fraktion für ein „Seen-Konzept“ in Niedersachsen ein und werde die Vorbereitung dafür in den nächsten Monaten weiter vorantreiben.





