Während Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg eine positive Bilanz zur Unterrichtsversorgung im Land zieht, zeigt der Blick auf den Landkreis Diepholz ein anderes Bild.
Im Schuljahr 2025/2026 liegt die Unterrichtsversorgung im Landkreis bei nur 95,5 % – und damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 97,2 %.
Besonders kritisch ist die Lage an einzelnen Schulformen: Hauptschulen, Förderschulen und Oberschulen sind weiterhin deutlich schlechter ausgestattet als andere Schularten.
Die landesweit positive Darstellung hilft den Schulen im Landkreis Diepholz wenig. Entscheidend ist die Situation vor Ort – und die bleibt insbesondere im ländlichen Raum angespannt.
Eine dauerhaft unterdurchschnittliche Unterrichtsversorgung bedeutet für viele Schulen spürbare Belastungen im Alltag: mehr Unterrichtsausfall, fachfremder Unterricht und weniger individuelle Förderung für Schülerinnen und Schüler. Besonders problematisch ist, dass gerade Schulformen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf besonders stark betroffen sind.
Wenn das Kultusministerium von Fortschritten spricht, müssen diese auch im ländlichen Raum ankommen. Der Landkreis Diepholz darf bei der Unterrichtsversorgung nicht dauerhaft hinter dem Landesniveau zurückbleiben. Gute Bildung muss überall gewährleistet sein - nicht nur im Durchschnitt der Statistik.





